Schreiben abseits von Notendruck und einengenden Vorgaben macht Spaß, vor allem dann, wenn eine gewisse Portion an Talent mit im Spiel ist. Viele Kinder und Jugendliche, die gerne schreiben, wissen oft gar nicht, wie gut ihre Geschichten, ihre Gedichte sind und scheuen sich davor, ihre Texte aus der Hand zu geben. Oft auch deshalb, weil sie in ihrem alltäglichen Umfeld niemanden kennen, der dieser Beschäftigung mit ebenso großer Leidenschaft nachgeht.
Literaturwerkstätten bieten die Möglichkeit, sich mit anderen, gleichaltrigen Schreibenden zu treffen, sich in der Gruppe gegenseitig inspirieren zu lassen und zudem Ratschläge von schreiberfahrenen WerkstattleiterInnen zu holen. Die Aufgabe der WerkstattleiterInnen ist dabei vor allem eine unterstützende; ihre Schreibangebote sind in der Regel nicht bindend, sondern nur als Anstoß zu sehen, denn die TeilnehmerInnen bestimmen vornehmlich selbst Inhalt und literarische Form ihrer Texte.
Wesentliches Element der Werkstätten sind die Textbesprechungen. Sie sollen nicht nur zur Qualität der erarbeiteten Texte beitragen, häufig sind sie auch Ansporn und Inspiration der eigenen Arbeit. Durch die der Schreibarbeit folgende Kritik in der Gruppe können die TeilnehmerInnen ihre Texte auf Tragfähigkeit der Struktur, sprachliche Präzision und Wirkung testen. Wobei die Gruppen bewusst klein gehalten werden, sodass auch ein gewisses Maß an Vetrautheit entstehen kann. Die regelmäßige Auseinandersetzung mit einer Vielfalt und Vielzahl an literarischen Texten schärft letztlich den kritischen Blick auch auf das eigene Geschriebene und trägt so gleichsam nebenbei zur Verbesserung des sprachlichen Ausdrucks bei.
Zusätzliche Motivation für die TeilnehmerInnen ist dabei die Aussicht, die eigenen Texte am Ende auch einer interessierten Öffentlichkeit präsentieren zu können. Sei es bei Lesungen, etwa im Literaturhaus Graz, in verschiedenen Buchpublikationen oder im Internet.
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