fachbegriffe fachstellen jugendarbeit.stmk aktivitäten partnerInnen land/rathaus gespräche
Berufsorientierung
Burschenarbeit
Esoterik & Sektenprävention
Gewaltprävention
Integration von Menschen mit Behinderung
Interkulturelle Jugendarbeit
Jugendinformation
Kinder & Jugendbeteiligung
Kinder & Jugendfreundlichkeit
Kinder & Jugendrechte
Literaturarbeit
Mädchenarbeit
Mädchengesundheit
Prävention von sexualisierter Gewalt
Schuldenprävention
Spielpädagogik
Suchtprävention
Theaterarbeit
Trennung Scheidung Tod
Fachstellenkatalog
activelife
ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus
beteiligung.st
Forum politische Bildung Steiermark
Fratz-Graz
Frauengesundheitszentrum
Hazissa
ISI - Initiative Soziale Integration
ISOP
kija
Kinderbüro Steiermark
LAUT
Literaturwerkstatt
LOGO Info & Service für junge Leute
LOGO ESO.INFO
Ludovico
Mafalda
Männerberatung
RAINBOWS
Steirischer Dachverband der Offenen Jugendarbeit
VIVID
Formen
Verbandliche Jugendarbeit
Offene Jugendarbeit
Kommunale Jugendarbeit
Mobile Jugendarbeit
Jugendhäuser
Jugendsozialarbeit
Jugendpolitik & Verwaltung
Presseaussendung: Rauchen vor Kindern und Jugendlichen: je sichtbarer, desto normaler
wertstatt///10 - "Jugendarbeit:vor Ort"
Buchpräsentation "Jugendarbeit und Heimat", 02.03.10
Bildungsreise Strasbourg 2009
wertstatt///09
Bildungsreise Berlin 2008
Wertstatt 2008
Bildungsreise Helsinki 2007
Wertstatt 2007
Europatag 2007
PartnerInnen der Jugend
Landesrat Johann Seitinger
Landesrätin Dr.in Bettina Vollath
Landesrat Ing. Manfred Wegscheider
Landesrätin Mag.a Kristina Edlinger-Ploder
Stadträtin Mag.a Eva-Maria Fluch
Vizebügermeisterin Lisa Rücker
Gemeinderat Dominic Neumann, MBA
Landesrätin Dr.in Bettina Vollath
Stadträtin Elke Kahr
Stadtrat Mag. Dr. Wolfgang Riedler
Landeshauptmann Mag. Franz Voves
2. Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Kurt Flecker
Projekt STEK: Stadt Graz und Regionalis
Stadträtin Mag.a (FH) Sonja Grabner
1. Landeshauptmann-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer
LH Mag. Voves, LRin Mag.a Grossmann, LTAbg. Dirnberger, Dr. Hoflehner
Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl
Kinder & Jugendfreundlichkeit
22.06.10
logo

Was kinder- und jugendfreundlich ist, lässt sich nicht definitiv, geschweige denn abschließend beantworten, denn es unterliegt dem zeitlichen Wandel und kann im Grunde genommen nur aus der Perspektive der einzelnen Kinder und Jugendlichen und der jeweiligen Situation an Konkretheit gewinnen.
Kindern und Jugendlichen gegenüber freundlich gesinnt zu sein, bedeutet jedoch nicht zwingend, dass eine Handlung oder Einstellung Kindern und Jugendlichen gegenüber ihnen auch gerecht wird.
Der Begriff der Kinder- und Jugendgerechtigkeit trifft das eigentlich gemeinte viel mehr, hat jedoch nicht in diesem Maße Eingang in den Sprachgebrauch gefunden. In ihm steckt das Wort "Recht", denn Kinder haben Rechte (siehe Kinder- und Jugendrecht, Sxy) und diese zu berücksichtigen und zu achten mag mehr sein als kinderfreundlich.1
Was kann Kinder- und Jugendfreundlichkeit sein?2

Kinder haben eigene Rechte

Kinder und Jugendliche werden meist vergessen, obwohl gerade sie bei allem, was wir tun, fast immer mitbetroffen sind. Dabei haben Kinder und Jugendliche eigene Rechte, rechtlich verbindlich verbriefte, die es Punkt für Punkt umzusetzen gilt. Sie haben ein ,,Recht auf Achtung", das ihnen Platz in unserem Denken und Tun sichert, eben: weil sie Kinder und Jugendliche sind!

Gesundheit und Sicherheit fördern

Jedes Kind bzw. jede/r Jugendliche/r hat Anspruch darauf, dass es bzw. er/sie in einer gesunden Umwelt und in Lebensverhältnissen aufwachsen kann, die ihm/ihr Geborgenheit und die Unantastbarkeit von Leib und Leben gewährleisten und seine Entwicklung fördern.

Gebrauchsfähigkeit herstellen

Kinder und Jugendliche eignen sich ihre Umwelt im Tun, im unmittelbaren Gebrauch an. Das verlangt besondere Aufmerksamkeit für das, was Kinder und Jugendliche brauchen. Es gilt, konkret herauszufinden, wie Kinder und Jugendliche leben und spielen und darauf die Gestaltung der Lebenswelt abzustimmen.

Veränderbarkeit zulassen

Kinder und Jugendliche verändern die Welt. Ihr Einfallsreichtum, ihre Spontaneität und ihr Tatendrang schaffen Zukunft - wenn sie nicht verbaut wird, indem Erwachsene die Lebensumgebung der Kinder und Jugendlichen immer schon fertig, perfekt, abschließend gestaltet haben. Veränderbarkeit muss Gestaltungsräume für Kinder und Jugendliche sichern, sonst fühlen sie sich überflüssig.

Erlebniswelten schaffen

Erlebnisdrang spricht aus jeder Äußerung des Kindes bzw. des/der Jugendlichen. Spaß und Stille, Trotz und Mut, Neugier und Abwarten, Gemeinschaft, Rückzug und Alleinsein - in größter Vielfalt sucht sich jedes Kind bzw. jede/r Jugendliche/r entsprechend seiner Individualität Herausforderungen, an denen es sich erproben kann. Vielfältige Anregungen zur Ausbildung von Freiheit und Verantwortung, Initiative und Mündigkeit sollten dies fördern.

Partizipation praktizieren

Kinder und Jugendliche sind der Maßstab für Kinder- und Jugendfreundlichkeit. Deshalb lässt sich Kinder- und Jugendfreundlichkeit nicht abstrakt definieren. Sie entsteht konkret und bewährt sich nur im Zusammensein mit den Kindern und Jugendlichen. Beteiligung von Kindern und Jugendlichen von Anfang an heißt erst, die Rechte des Kindes bzw. des/der Jugendlichen wirklich ernst zu nehmen.

Widerstände benennen und Bündnispartner suchen

Kinder- und Jugendfreundlichkeit ist nicht selbstverständlich, der Vorrang von Erwachseneninteressen allzu häufig. Erwachsene haben immer Gründe. weshalb Kinder- und Jugendfreundlichkeit doch gerade nicht umgesetzt werden kann. Diese Gründe gilt es genau festzuhalten und in die offene Diskussion zu bringen. Sie fördern zutage, wo der Hebel angesetzt werden muss, um etwas zu verändern.

Fachstellen:

Fratz Graz
KIJA
Kinderbüro
beteiligung.st



1 Vgl. Infostelle Kinderpolitik: www.kinderpolitik.de
2 Reinald EICHHOLZ, Kinderbeauftragter der Landesregierung beim Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen