1. Landeshauptmann-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer
Ein Gespräch mit 1. Landeshauptmann-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer
am 29.06.2009, Graz-Burg
Nach einer Vorstellung des Fachstellennetzwerks und einer Vorstellrunde der einzelnen anwesenden Fachstellen beginnt das eigentliche Landhausgespräch.
Da der LH-Stv. von 2000 bis 2003 Landesrat für Personal, Jugend, Pflichtschulen und Wohnbau war, sind ihm viele Fachstellen und die Thematik an sich sehr vertraut.
VOLKSKULTUR
Sehr stark durch Musik repräsentiert. Durch den guten Ausbau der steirischen Musikschulen gibt es immer mehr jüngere MitgliederInnen bei den Musikkapellen.
TOURISMUS
Großen Anklang finden die Kinder(und Jugend)Hotels – diese sind alle ausgebucht. Es müsste noch mehr davon geben.
Hinweis vom FSNW: Auch in diesem Sektor verstärkt die Jugendlichen mitdenken und Jugendhotels konzipieren.
Passend zum Thema Tourismus (Feste) bringt das FSNW in die Diskussion ein, dass nach wie vor bei Festen in den Gemeinden bzw. in Gasthäusern die alkoholischen Getränke oft billiger sind als Antialkoholika. LH-Stv. Schützenhöfer vermerkt, dass hier noch Handlungsbedarf besteht und bringt das Kulinarium zur Sprache. [Kulinarium Steiermark: Auszeichnung für steirische Wirte, die 10 Genussversprechen erfüllen.] Er könnte sich vorstellen, diesen Punkt in die Kriterien für Kulinarium-Steiermark-Wirte einzuarbeiten.
GEMEINDEN
LH-Stv. Hermann Schützenhöfer ist für 360 steirische Gemeinden zuständig.
Er sieht einen Vorteil für die Politik bzw. PolitikerInnen, wenn Kinder und Jugendliche in Entscheidungsprozesse eingebunden werden.
Ein Credo: „In eine gute Spur kommen“. Kinder/Jugendliche, die in Vereinen/anderen Gruppierungen/Parteien Zugang finden bzw. mitarbeiten, driften nicht so leicht in „Problemzonen“ ab. Wichtig ist, dass es Angebote gibt. Das wichtigste Angebot ist ernst genommen zu werden.
Schützenhöfer betont, dass Projekte, die auf Kinder- bzw. Jugendbeteiligung abziehen, Priorität haben. Das FSNW wünscht sich, dass nicht nur einzelne Projekte umgesetzt werden, sondern dass generell eine Bewusstseinsbildung – auch im Tourismusbereich - stattfindet.
Dem FSNW ist es ein Anliegen, dass es vermehrt Angebote für ältere Kinder und Jugendliche gibt und auch bei Großveranstaltungen auf diese Zielgruppe geschaut wird. Für (Klein-)Kinder hat sich in den letzten Jahren sehr viel verbessert (Spielräume, Spielplätze, Veranstaltungen,…).
GREEN JOBS (Vorstellung des Projekts durch Dr.in Margit Kraker)
Durch finanzielle Unterstützung der steirischen Unternehmen, die sich mit Energie- und Umwelttechnik beschäftigen, sollen zusätzliche Ausbildungsplätze für Jugendliche geschaffen werden und Jugendliche bei der Suche nach Lehrstellen in dieser „Zukunftsbranche“ unterstützt werden.
Diese besondere Lehrstellenförderung läuft von 01.07.2009 bis 31.12.2010. Förderungswürdigen Betrieben werden pro Jahr drei Lehrlingsentschädigungen von öffentlicher Hand bezahlt; Betriebe, die zum ersten Mal Lehrlinge aufnehmen, erhalten die doppelte Förderung. Das Projekt wird über die Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer abgewickelt.
Vorschlag einer Fachstelle (LOGO): Installierung einer Angebot-Nachfrage-Plattoform auf der Homepage der Wirtschaftskammer, sodass einerseits Firmen ihre Lehrplätze anbieten können und sich andererseits auch Jugendliche melden können, die auf Lehrstellensuche sind
Der Kontakt zur Wirtschaftskammer zum Fachstellennetzwerk wird durch das Büro Schützenhöfer hergestellt.
Das Fachstellennetzwerk bedankt sich für die Zeit und das ausführliche Gespräch.