Landesrätin Mag.a Kristina Edlinger-Ploder
Ein Gespräch mit Landesrätin Mag.a Kristina Edlinger-Ploder
Ort: Forum Stadtpark, am 19. Mai 2008
Kurzes einleitendes Statement zu folgenden zwei Punkten:
KINDER/JUGEND UND WISSENSCHAFT & FORSCHUNG
Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit bieten, in die Bereiche Wissenschaft und Forschung zu schnuppern. (z.B. KinderUni und einstein-junior)
Damit soll eine Interessenauslotung für Kinder möglich sein und geschlechtsspezifische Arche-Typen beseitigt werden.
VERKEHR
Hier wird vor allem auf Kindersicherheit im Verkehr gesetzt. Es gibt ein eigenes Programm für Kindergärten, Volks- und Hauptschulen.
Schwerpunkte werden gelegt bei Fuß- und Fahrradverkehr.
Außerdem ist es wichtig, das Mobilitätsverhalten der jungen Menschen zu ändern: Ziel muss es sein, dass Menschen bei Öffentlichen Verkehrsmitteln sagen „Ich will einsteigen!“ Soziologisches Phänomen!
Anschließend Diskussion und Fragen:
Geschlechtssensible Pädagogik
Die Landesrätin verweist auf aktuelle Studie, die besagt, dass bei der Aufnahmeprüfung für Medizin weibliche Teilnehmerinnen schlechter abschneiden. Vermutung dahinter ist, dass Mädchen in der AHS besser bewertet werden und somit einen Startnachteil haben.
Hier muss bei der LehrerInnen-Ausbildung angesetzt werden.
Land hat leider nur wenig Einfluss auf die bundesgesteuerten Universitäten, es sollen jedoch Schwerpunkte in der Bildungsforschung gesetzt werden.
Verfassungsänderung für Querschnittsbudget
Passiert in einzelnen Bereichen, z.B. ÖBB Vorteilscard in Kombination mit Familienpass. Grundsätzlich schwierig, da immer 2 Seiten der Medaille: Auch Gefahr, dass Jugendförderung an Wert verliert.
Demokratie verändert sich nie im Guten
Strategische Frage, die Erfahrungen aus den letzten Jahren zeigen, dass Veränderungen nur in Krisenzeiten geschehen, da hier Atmosphäre und Stimmung genutzt werden. z.B. Klimaschutz
ExpertInnen-Diktatur
„Man kann nicht gegen die Bevölkerung entscheiden, es müssen neue Zugänge geschaffen werden!“ Hier gibt es gute neue Methoden der Marktforschung, die für neue Bereiche genutzt werden sollen.
In kleinen Bereichen bleiben
Ziel sollte es sein, klein und konkret zu planen, um kurzfristige Ziele und Maßnahmen zu realisieren.
z.B. Integrationsplattform: je konkreter das Anliegen, desto leichter eine Lösung zu finden andere Auseinandersetzung, neue Allianzen bilden!
Oft bleibt Infrastruktur ungenützt bzw. deren Nutzung funktioniert nicht (z.B. Sportstätten)
Geisteswissenschaft
Es gibt Bestrebungen, die GEWI aus dem „Elfenbeinturm“ zu holen mit unterschiedlichen Veranstaltungen (z.B. Geist & Gegenwart)
Bis zu 100% der Landesförderung gehen an die GEWI, die NAWI wird oft durch private Firmen unterstützt.
GEWI muss sich bei aktuellen Themen (z.B. Medien und Philosophie) einbringen, es ist sehr wohl möglich, dass GEWI-Ideen in der Öffentlichkeit gut ankommen. (Beispiele in Steirer Monat und weekend)
Wir bedanken uns für das Gespräch!