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PartnerInnen der Jugend
Landesrat Johann Seitinger
Landesrätin Dr.in Bettina Vollath
Landesrat Ing. Manfred Wegscheider
Landesrätin Mag.a Kristina Edlinger-Ploder
Stadträtin Mag.a Eva-Maria Fluch
Vizebügermeisterin Lisa Rücker
Gemeinderat Dominic Neumann, MBA
Landesrätin Dr.in Bettina Vollath
Stadträtin Elke Kahr
Stadtrat Mag. Dr. Wolfgang Riedler
Landeshauptmann Mag. Franz Voves
2. Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Kurt Flecker
Projekt STEK: Stadt Graz und Regionalis
Stadträtin Mag.a (FH) Sonja Grabner
1. Landeshauptmann-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer
LH Mag. Voves, LRin Mag.a Grossmann, LTAbg. Dirnberger, Dr. Hoflehner
Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl
Mädchengesundheit
03.12.08
sgruber

Geschlechtsspezifische Gesundheitsförderung basiert auf dem Wissen, dass Frauen und Männer sowie Mädchen und Buben in unserer Gesellschaft unterschiedliche Bedingungen vorfinden und darauf mit unterschiedlichen Bedürfnissen reagieren.

Die Pubertät ist eine herausfordernde Lebensphase. Beide Geschlechter haben in dieser Zeit besondere Bedürfnisse und Möglichkeiten – aber unterschiedliche! Mädchen empfinden im Alter von 15 Jahren einen heftigen Einbruch in ihrem Gesundheitsempfinden (vgl. HBCA; Jugendgesundheitsförderungsprojekt Steiermark, Abschlussbericht 2005). Viele erleben diese Zeit im Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichen Erwartungen, körperlichen Veränderungen und ihren biografischen Erfahrungen.

Mädchen in der Pubertät sind mit der ständigen Sexualisierung ihres Körpers konfrontiert („Du bekommst aber einen schönen Hintern!“). Anderseits erleben sie die Sprachlosigkeit hinsichtlich wichtiger körperlicher Vorgänge, etwa dem weiblichen Orgasmus. Die Klitoris, das weibliche Lustorgan, bleibt immer noch oft unerwähnt oder wird nicht in ihrer tatsächlichen Gestalt und Funktion dargestellt. Außerdem wird fast jede Frau im Laufe ihres Lebens ein- oder mehrmals Opfer sexueller Übergriffe, vor allem in den Jugendjahren.

Diäten sind oftmals der Ausdruck eines schlechten Körpergefühls und können der Einstieg in schwere und oft chronische Essprobleme sein. Zusätzlich beobachten Fachfrauen und –männer eine zunehmende Medikalisierung junger Frauen. Immer mehr Mädchen nehmen auf ärztlichen Rat hin Schmerztabletten bei Menstruationsbeschwerden, Diät- und Abführtabletten sowie die Antibaby-Pille (manchmal nur gegen unreine Haut). Wie Frauen in den Wechseljahren werden auch Mädchen als behandlungsbedürftig betrachtet. Doch die Pubertät ist keine Krankheit, sondern eine Lebensphase.

Mädchenspezifische Gesundheitsförderung ...
  • informiert
  • beugt vor
  • stärkt das Selbstvertrauen
  • erweitert den Handlungsspielraum
  • stärkt die soziale Kompetenz junger Frauen
  • hilft Essprobleme frühzeitig zu erkennen
  • zeigt auf, wo es im Notfall Unterstützung gibt
  • ist Empowerment für junge Frauen

Mädchenspezifische Gesundheitsförderung wirkt daran mit, Benachteiligung von Frauen sowie Privilegien von Männern abzubauen – zum Wohl beider Geschlechter.